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Wenn dein Content performen soll, musst du auf Content Experience setzen

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Wir produzieren und konsumieren heutzutage nahezu pausenlos Content. Die erste Herausforderung ist es also, unter den Unmengen an Content mit Relevanz für die Zielgruppe zu punkten. Doch auch der relevanteste, informativste, spannendste Content wäre nicht erfolgreich, wenn die Content Experience nicht stimmt. Damit wir in Zukunft unser Content Potenzial besser nutzen können, möchte ich mit euch meine Rechercheergebnisse zum Thema teilen.

Was genau meint man mit Content Experience

Stelle dir folgende zwei Szenarien vor:

  • Du stehst mit deiner morgendlichen Tasse Espresso am Bürofenster das zur Hauptstraße ausgerichtet ist. Unter dir reges Treiben und stauender Verkehr. Der Geruch der Abgase und das laute Hupen unter dir, lässt dich das Lüftungsvorhaben schnell beenden.
  • Du bist an einem sonnigen Vormittag in einem hübschen Gastgarten der Stadt und genießt eine Tasse Espresso während du in einem Magazin blätterst und die Leute in deiner Umgebung beobachtest. Der Duft der fruchtig-herben Röstung steigt dir beim ersten Umrühren in die Nase – du bist vollkommen im Moment, freust dich auf den ersten Schluck, die Stimmen verstummen zur sanften Hintergrundkulisse, die Sonne kitzelt deine Nase.

Ich würde jetzt annehmen, dass du den Kaffee so wie ich in der zweiten Kulisse mehr genießen würdest und dich vielleicht sogar zu einer zweiten Bestellung hinreißen lassen würdest. Unsere Umgebung hat ohne Zweifel einen großen Einfluss auf unser Verhalten.

Handel- und Dienstleistungssektor nutzen diese Erkenntnisse schon lange um Kaufentscheidung durch einladende Verkaufsumgebungen zu unterstützen. Nicht anders verhält es sich in der digitalen Welt. Die Content Experience kann also als die Umgebung verstanden werden, in der unser Content veröffentlicht und präsentiert wird. Wir konsumieren und agieren lieber dort, wo wir uns wohlfühlen und wo die User Journey simpel und nachvollziehbar ist.

Vom Content Wirrwarr zur Content Experience

Die Wichtigkeit von Content haben viele Unternehmen verstanden und demnach werden auch immer mehr Ressourcen in die Kreation von Content gesteckt. Das ist zweifelsohne eine gute Entwicklung. Das Thema Content Management wird dennoch vor allem bei großen Content-Massen oft vernachlässigt. Damit wild wuchernder Content Wirrwarr logisch gebündelt und effizient eingesetzt werden kann, braucht es eine durchdachte Strategie.

Um Content effektiv zu managen, sollte man sich laufend folgende drei Fragen stellen:

  • Ist mein Content für die Zielgruppe relevant?
  • Ist die Balance zwischen Quantität und Qualität in Ordnung?
  • Schaffe ich auf allen Content Channels einen guten Engagementfluss?

6 Tipps für eine gute Content Experience

  • Schaffe einen Content Hub: bei einer großen Menge an Content, sollte man Inhalte an einem zentralen Ort organisieren. Das ist nicht nur für den Content Manager wichtig, sondern auch für den Nutzer.
  • Überlege dir Content-Streams für unterschiedliche Zielgruppen: je nach Zielgruppe, gibt es unterschiedliche Content-Entry-Points. Versetze dich in deine Zielgruppe und überleg, welche Themen an dieser Stelle noch relevant sein könnten und setze entsprechende Links. Wichtig ist hier, deine Nutzer zu weiteren relevanten Inhalten und Call-To-Actions zu führen. Analysiere das Nutzerverhalten und optimiere laufend die logische Vernetzung deiner Inhalte anstatt doppelten Content zu schaffen.
  • Behalte deine Nutzer „inbound“: wenn du tolle Videos auf Youtube präsentierst, überlege dir ob es sinnvoll wäre diese auf deiner Website zu integrieren. Wenn du Nutzer beispielsweise auf den Youtube Channel führst, ist die Gefahr groß, dass deren nächster Klick nicht zurück auf deine Seite führt.
  • Fördere das Nutzer-Engagement: du kannst Nutzern die Möglichkeit bieten, deinen Content zu kommentieren, zu teilen oder auch mit „Exit Overlays“ (dazu werde ich in Kürze einen eigenen Artikel posten) arbeiten um den Nutzer intensiver mit deinem Content zu verstricken.
  • Empfehle eigene Inhalte: überlege was den Leser passend zum Inhalt noch interessieren könnte und biete weiteren Content an. Das kann vertiefend zum aktuellen Thema sein oder auch ein im Zusammenhang oft nachgeschlagenes Thema.
  • Mache Nutzer zu Leads: jedes Content Marketing ist nur effizient, wenn es am Ende auch zur Leadgenerierung kommt. Das könnte die Eintragung für deinen Newsletter sein, der Kauf deines Produktes oder eine Anfrage per E-Mail. Gib dem Nutzer also nicht nur Leseempfehlungen, sondern auch Aufforderungen zum Tun.

 

Relevanten Content zu generieren, im Bestfall durch Nischenthemen, ist der erste wichtige Schritt. Die Streuung und Bewerbung des Contents ist unerlässlich um Sichtbarkeit zu gewährleisten. Wir sollten aber nicht vergessen bei der Verwaltung von größeren Content-Mengen auch entsprechendes Management zu betreiben und in die Content Experience für den Nutzer zu investieren.

Viel Erfolg beim Ausschöpfen deines vollen Content Potenzials!

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