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Mind the gap – use the map: Mindmapping goes digital

Mindmapping ist wohl eine der bekanntesten Techniken zur Visualisierung und Strukturierung von Ideen. Die Methode wird schon seit den 70er Jahren eingesetzt und findet im digitalen Zeitalter auch immer mehr Onlineanwender. Besonders für die kollaborative Arbeit in Teams eignen sich Online Tools hervorragend. Wer ein visueller Typ ist und Begriffe, Abläufe, Projekte, Prozesse etc. gerne grafisch abbildet, wird ohne Mindmapping (so wie ich!) nicht leben können. Auch beim Verfassen von komplexen Texten vertraue ich auf das gute alte Mindmappen.

Für mich war Mindmapping bis dato mehr „Technik“ als „Tool“ da ich das System der grafischen Abbildung von Zusammenhängen noch ganz old-school analog nutzte. Aus gegebenen Anlass (ich darf Ende September beim SpaCamp im Südburgenland als Mindmapperin bei den einzelnen Sessions unterstützen) habe ich mich über verschiedene digitale Tools informiert und das Tool getestet das wir beim SpaCamp einsetzten werden.

Die Regeln des Mindmappings sind digital wie analog immer dieselben und schnell erklärt:

1. Thema definieren

In der Mitte des Arbeitsbereiches steht ein Schlüsselwort, der Projekttitel, die zentrale Fragestellung oder ähnliches.

2. Sammeln

Vor der Arbeit das Vergnügen: alle Gedanken die einem in den Sinn kommen, werden unkommentiert, unreflektiert und unstrukturiert erfasst – analog verwende ich dafür Post-ist, dann ist das spätere Sortieren um einiges einfacher. Durch die digitalen Tools funktionieren verschieben, strukturieren, verbinden, trennen etc. denkbar einfach.

3. Nächste Runde

Aus eigener Erfahrung empfehle ich (vor allem wenn gemeinsam gebrainstromt wird) mehrere Brainstorming-Runden. Am besten lässt man dafür die Gedanken unsortiert auf dem Arbeitsbereich stehen und ergänzt die frischen Ideen der nächsten Session. Wenn eine andere Person in der Zwischenzeit neue Ideen generiert und aufgeschrieben hat, ergeben sich oft auch bei einem selbst wieder neue Gedanken.

4. Struktur

Jetzt kommt Struktur ins Spiel: alles Niedergeschriebene wird jetzt sinngemäß gruppiert und Subthemen zugeordnet. Die Struktur beginnt mit dem Schlüsselwort und verzweigt sich immer weiter von Hauptthemen zu weiteren Unterthemen bis hin zu den Details.

5. Erweitern und Ergänzen

Das Erweitern und Ergänzen der Mindmap ist selbstverständlich auch später noch möglich – durch die Struktur kann man die Gedanken ganz einfach an die gewünschte Stelle einfügen oder auch neue „Äste“ hinzufügen.

Einsatz von digitalen Tools:

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an kostenlosen und kostenpflichtigen Tools die nach meiner Blitzanalyse alle recht ähnlich funktionieren (Mindmapping ist ja keine komplexe Raketenwissenschaft) – manche sind meiner Meinung nach intuitiver als andere und man muss individuell entscheiden wie viel Funktionalität für den jeweiligen Anwendungsbereich notwendig ist. Folgende habe ich mir angeschaut:

iMindMap:

Eines der gefragtesten Tools wurde vom Erfinder des Mindmapping konzipiert: Tony Buzan. Das Tool gibt es in drei Varianten, wobei ich mir nur die kostenlose Version angeschaut habe. Vorlagen und Layouthilfe gibt es erst für die bezahlten Versionen. Für die Nutzung der Online Version braucht man den Flash Player. Für meinen Geschmack ist das Tool visuell weniger ansprechend – fast schon zu verspielt. Auch die Handhabung ist anfangs nicht ganz so einfach wie bei anderen Tools. Für meine Arbeitsweise war es irgendwie wenig komfortabel – ohne dass ich genau sagen kann woran es gelegen ist.

mindomo:

Schnell registrieren und schon geht’s los. Auch mit diesem Tool lässt sich einfach starten. Einfaches Menü – alle Funktionen sind rasch erfasst. Durch drag&drop lassen sich Themen einfach neu anordnen und man kann den einzelnen Menüpunkten Symbole, Aufgabeninformationen, Zuständigkeiten, Timeline etc. hinzufügen. Auch hier gibt es eine PRO Version mit zusätzlichen Features die ich aber nicht getestet habe.

MindMeister:

MindMeister ist der Sieger seiner Kategorie in einigen Software Tests. Wie bei den anderen Tools gibt es für den kostenlosen Account eine eingeschränkte Nutzung wie zB. eine beschränkte Anzahl an Mindmaps die man erstellen kann. Was mir besonders gefällt ist dass man die Ebenen ein- und ausblenden kann. Das schafft mehr Überblick bei besonders komplexen Mindmaps. Auch hier gibt es die Möglichkeit Notizen, Bilder, Symbole oder Tasks einzufügen.

Im Tool findet sich auch das Feature der „Zeitreise“ – man kann also nachverfolgen wann, wer, welche Änderungen gemacht hat und bei Bedarf auf eine ältere Version zurückspringen. Der Präsentationsmodus erlaubt durch einzelne Slides in Themenbereiche hineinzuzoomen und eine übersichtliche Möglichkeit eine Mindmaps für Dritte zu erläutern. Man kann andere zur Mitarbeit oder zum reinen Betrachten zur Arbeitsmappe hinzufügen und bei gemeinsamer Bearbeitung auch die Chat-Funktion nutzen.

Fazit

All diese Tools sind hilfreiche Unterstützer im einfachen Aufbau von Mindmaps und erleichtern das Zusammenarbeiten enorm. Die visuelle Aufbereitung und Funktionen sind ähnlich – einige umfangreicher als andere. Für den geplanten Live-Einsatz im Rahmen eines Events wie dem SpaCamp finde ich den MindMeister super geeignet. Die klassische Herangehensweise mit Zettel und Stift ist für mich persönlich trotzdem noch um einiges effektiver was die Anregung der kreativen Prozesse angeht. Ideenfindung und Querdenken schreien für mich förmlich nach Chaos und das gelingt mir nach wie vor am besten mit handschriftlichem Gekritzel.

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