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Mein persönliches Aspirin gegen Schreibblockaden

Wer regelmäßig Content produziert weiß, dass ein weißes Blatt Papier echt demotivierend sein kann.

Anfangs habe ich mir einfach oft gesagt: heute ist einfach kein Schreibtag. Vielleicht morgen. Oder übermorgen. Oder am Wochenende wo ich mehr Ruhe habe…

Bis dann Tag X gekommen ist und ich meine Gedanken zu Papier bringen musste – oft ohne Gedanken, dafür mit umso mehr Zeit- und Schaffensdruck. Heute weiß ich, dass die denkbar schlechteste Voraussetzung für kreatives Schreiben für mich ein weißes Blatt Papier ist.

In diesem Post möchte ich ein paar Anregungen für kreatives Schreiben geben und dir verraten, was meine Strategien zum Überlisten der Nicht-Schreib-Tage sind.

 

Mindmap nutzen

Wenn ich zu einem Thema noch gar keinen roten Faden im Kopf habe, dann starte ich meist mit einer Mindmap. Da darf alles erstmal unstrukturiert und unorganisiert sein. Sobald ich ein, zwei Punkte aufgeschrieben habe geht schon alles leichter. Ich versuche die Gedanken und Ideen nicht zu werten und einfach einmal blind drauf los zu „sammeln“. Am Ende landet oft nur ein Bruchteil dieser Ideen im finalen Text. Es gibt übrigens sehr hilfreiche Online-Tools die sich zum Mindmappen eignen. Ein paar habe ich getestet und mein Feedback dazu kannst du hier nachlesen.

 

Input holen

Manchmal passiert es, dass ich mitten im Schreiben einfach anstehe. Ich finde keine logischen Übergänge, verliere den Faden, weiß nicht mehr wie ich mich schreibtechnisch der Kernaussage annähern soll. Je nach Thema, kann der Input von einem Außenstehenden wertvoll sein. Einfach mal den Textentwurf oder einzelne Passagen an Kollegen oder nahestehende Personen schicken und fragen, welche Gedanken und Ideen ihm/ihr noch dazu einfallen.

 

Liegen lassen

Wenn sich ein Schreibprojekt zieht wie Kaugummi und du beim wiederholten durchlesen einzelner Absätze feststellst, dass sich das einfach nicht flüssig liest, lass den Text einfach einmal ein bisschen liegen. Man ist oft verleitet, nicht gut klingende Texte einfach zu verwerfen und noch einmal neu anzufangen. Ich empfehle die Texte einfach liegenzulassen und ein paar Stunden später noch einmal drüber zu lesen. Oft sieht man mit ein bisschen Abstand klarer und es reicht die Verschiebung einzelnen Satzteile oder der Austausch von ein paar Wörtern um einen schönen Lesefluss zu schaffen.

 

Schreibplatz ändern

Wenn ich schreiben muss, setzte ich mich gerne in ein Cafe. Die veränderte Location verändert auch die Perspektive beim Schreiben. Manchmal schreibe ich lieber im Büro, manchmal daheim auf der Couch, manchmal eben im Kaffeehaus. Wenn du in der Situation bist, dass du bis zu einer Deadline Content liefern musst und dich absolut nicht nach schreiben fühlst, versuche einen ganz neuen Platz zum Schreiben zu finden und leg einfach los.

Eine tolle App die ich mal in einem Blog gefunden habe ist Coffitivity – sie bringt dir die Kaffeehausstimmung direkt ins Büro oder Wohnzimmer. Du suchst dir eine Geräuschkulisse aus und simulierst die Szenerie in einem Cafe zu sitzen. Oft ist dieses monotone Soundambiente besser zum Schreiben geeignet als deine Playlist.

 

Notizen machen

Manchmal fallen einem gute Ideen zu einem Content-Thema ein aber man hat entweder keine Zeit oder keine Muse sich zum Texten zu setzen. Diese Gedanken sind dennoch wertvoll und du solltest sie einfach formlos in einem Notizblock oder digitalen Tool abspeichern. Ich bin immer wieder erstaunt was ich in meinen Notizen finde und freue mich über Denkanstöße, wenn ich sie brauche.

 

Schreiben ohne Punkt und Komma

Wenn wirklich gar nichts geht und ich das Gefühl habe, dass einfach zu viele Gedanken meinen Kopf blockieren, nütze ich den Tipp einer lieben Freundin: einfach schreiben ohne Punkt, Komma und Sinn. Schreib alles auf was im Kopf ist und denk nicht weiter darüber nach. Hör erst auf, wenn 2 A4-Seiten gefüllt sind. Ich persönlich schreibe in diesem Fall lieber mit Stift auf einem Blatt Papier aber du kannst auch gerne vor dich hin tippen. Diese Technik macht irgendwie den Kopf frei und danach fällt es mir leichter mich auf den gewünschten Inhalt zu konzentrieren.

 

Recherchieren

Manchmal ist der Grund für Schreibblockaden schlicht und einfach, dass man nicht weiß wie man sich dem Thema annähern soll. In diesem Fall starte ich einfach einmal mit einer mehr oder weniger umfangreichen Recherche. Wichtig für mich ist, dass ich während der Recherche keine Notizen mache sondern erst am nächsten Tag versuche, die Essenz des Themas in einer Mindmap darzustellen.

 

Viel Spaß beim Schreiben und beim Testen der Coffitivity App. Ich bin dann mal im Kaffeehaus! 😉

 

 

2 Gedanken zu „Mein persönliches Aspirin gegen Schreibblockaden

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